Eine schwere Wahl? Mit mehr Alternativen gegen die Angst vor Entscheidungen

entscheidungtreffen
Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade Entscheidungen #entscheidungtreffen von Christian Müller auf  zielbar.de teil. Dieses Thema passt sehr gut in meinen Blog und ich freue mich, damit meine Gedanken zu Entscheidungsangst und Handlungsdruck teilen zu können.

Eine schwere Wahl? Mit mehr Alternativen gegen die Angst vor Entscheidungen

Und das erwartet dich in meinem Artikel:

Was dich daran hindert, eine Entscheidung zu treffen

Eine Lösung für dich

Eine Lösung für deine Entscheidungsträger

Es wird schon schief gehen

Was dich daran hindert, eine Entscheidung zu treffen

Entscheidungen.
Immer und immer wieder stehen wir vor ihnen.
Von ganz einfachen, wie „Was esse ich heute zum Frühstück?“ bis hin zu großen Dingen, die den privaten oder beruflichen Weg weitreichend beeinflussen.

Machen wir ein Gedankenexperiment. Wir stellen uns eine Person aus dem Alltag vor. Nennen wir ihn zum Beispiel Paul. Paul arbeitet als Softwareingenieur in einem Team mit mehreren Programmierern und kümmert sich dabei um die Koordination der laufenden Projekte gegenüber dem Entwicklungsleiter und dem Firmenchef. Dabei kommen jede Woche neue Aufgaben auf ihn zu. Immer wieder gibt es Situationen, bei denen Paul vor die Wahl gestellt wird und etwas beschließen muss. Das macht ihm aber nicht immer Spaß. Manchmal fallen Entscheidungen leicht. Aber in vielen Fällen, mag er sich am liebsten gar nicht festlegen und sich nicht entscheiden. Folgende Gedanken gehen ihm dabei durch den Kopf:

„Ich will keinen Fehler machen.“

„Ich soll eine Lösung finden, habe aber gar keine Idee, wie wir aus dem aktuellen Problem herauskommen könnten.“

„Warum muss ausgerechnet ich diese Entscheidung treffen? Ist es wirklich meine Aufgabe?“

„Die Optionen, die zur Wahl stehen, gefallen mir alle nicht so recht.“

Paul hat also in seinem Job seine liebe Not, sich zu entscheiden. So wie Paul geht es uns auch immer wieder mal.
Was kann ihm und uns dabei helfen, uns leichter, bewusster und aktiver zu entscheiden?

 

Entscheiden leichter gemacht: Für dich

Ein Rezept gegen Entscheidungsangst: Das worst-case-Szenario

Entscheidungen können wir unter anderem deshalb nur schwer treffen, weil wir unsicher sind. Unsicher über die Konsequenzen, die daraus resultieren können. Den einen Fall des ‚best case‘, das heißt, was im besten Fall nach einer Entscheidung passieren kann, können wir uns leicht vorstellen. Anders ist es allerdings mit dem ‚worst case‘. Der Gedanke an den schlimmsten Fall, der nach einem Entschluss auf uns zu kommen kann, ist einer, der uns sprichwörtlich im Magen liegt. Er verursacht uns ein flaues Gefühl im Bauch. Daher schieben wir alle genaueren Überlegungen rund um diese mögliche Folge von uns und wagen uns nicht an sie heran. Das wiederum bringt es mit sich, dass wir uns nicht im Klaren darüber sind, was auf uns wirklich zukommen kann, wenn wir uns falsch entscheiden. Und diese Unklarheit macht uns unsicher. Und Unsicherheit hemmt uns in unserer Entscheidungsfindung.

Spiele daher beide Fälle im Kopf durch: Den ‚best case‘ und den ‚worst case‘. Und zwar nicht nur so grob, sondern im Detail. Denke die negativste Folge konkret zu Ende. Lass sie nicht nur als nebulöse, bedrohliche Wolke stehen. Mit diesen beiden Eckpunkten hast du die Spannweite der möglichen Konsequenzen auf eine Entscheidung im Blick. Und das gibt dir Sicherheit. Wenn du es ein paar Mal ausprobiert hast, wirst du sehen, dass du durch die ‚best case / worst case‘ – Betrachtung schneller zu Entscheidungen kommen wirst und du diese auch mit einem besseren Bauchgefühl treffen kannst.

Ein weiteres Rezept bei Entscheidungsangst: Der Mangel an Alternativen

Die vorgenannte Methode ist die Basis für weitere Überlegungen. Mit den beiden Extrempunkten im Positiven und im Negativen haben wir bereits zwei mögliche Alternativen. Damit soll es aber nicht genug sein. Handlungs- und Entscheidungsdruck kommt sehr oft auch dadurch zustande, dass nicht ausreichend Optionen zur Wahl stehen. Das gilt es zu vermeiden. Versuche so viele mögliche Alternativen zu finden, wie es geht. Hol dir Rat von einer Person, auf deren Meinung du wert legst. Bespreche dich mit Kollegen oder im Team oder auch mit Freunden oder Verwandten. Mit jeder neuen Option wächst die Basis und damit die Sicherheit, einen Entschluss zu fassen und zu tragen. Und dann hast du dich erfolgreich gegen deine Entscheidungsangst behauptet.

 

Entscheiden leichter gemacht: Für deine Entscheidungsträger

Es geht in deinem Leben nicht immer nur um die Entscheidungen, die du selbst treffen sollst, kannst oder musst. Sehr oft bist du auch darauf angewiesen, dass andere sich entscheiden und dir diese Entscheidung mitteilen. Du wartest auf einen wichtigen Beschluss, in welche Richtung ein Projekt weitergehen soll, ob diese, eine wichtige Kampagne geändert oder gestoppt wird. Oder wenn du dich persönlich weiterentwickeln willst, hoffst du darauf, dass du mit deiner Bewerbung zum Zug kommst.

Diese Dinge liegen dann nicht in deiner Hand. Oder doch?
Wie kannst du dein Gegenüber davon überzeugen, sich für deine Option, für die von dir gewünschte Richtung zu entscheiden? Hier gibt es einiges, was du beisteuern kannst, damit es dem anderen leichter fällt sich zu entscheiden.
Wenn du beispielsweise von deinem Chef eine Antwort auf die Frage wissen willst: „Was soll ich als nächstes tun?“ ist dieser in der Not, sich die Optionen zu überlegen und zwischen diesen zu wählen. Dabei läufst du allerdings Gefahr, dass die Entscheidung dann auf eine Option fällt, die deiner Meinung nach die beste ist. Wenn du eine klare Vorstellung hast, wohin die Reise gehen soll, dann argumentiere und präsentiere so, dass es dem Entscheider einfach gemacht wird, sich für deine Wunsch-Option zu entscheiden.

Wie du deine Entscheider unterstützt:

  1. Notiere die Optionen, die dir einfallen.
  2. Schreibe dir die Aspekte auf, die deinem Gegenüber einfallen könnten. Setz dich bildlich einmal in seinen Sessel. Stell dich in seine Schuhe und versuche aus seiner Perspektive zu denken. Das hilft dir ungemein, auch die Möglichkeiten zu beleuchten, die aus deiner Sicht nicht gewünscht und beliebt sind.
  3. Überlege dir zu jedem der Punkte zwei oder besser drei pro- und contra-Argumente.
  4. Versuche nun – da du einen etwas objektiveren Blick hast – die Vorzüge deines Wunsch-Vorschlags noch einmal besonders herauszuheben. Sei andererseits aber auch ehrlich, wenn dein Vorschlag Nachteile hat.
  5. Ob per E-Mail oder im persönlichen Gespräch: Präsentiere deine Beschlussvorlage mit den möglichen Alternativen und den jeweiligen Pros und Contras.

Du musst die Argumente, die gegen deine Wunsch-Option sprechen, nicht in den buntesten Farben ausmalen, aber benennen solltest du sie. Das unterstreicht deine Professionalität und Objektivität und lässt deine Chancen steigen. Du wechselst von der Position des Antragstellers zum Ratgeber.

 

Es wird schon schief gehen

Die Folge von Entscheidungsdruck und Entscheidungsangst ist sehr oft, dass wir uns gar nicht entscheiden. Und dies ist ja letztlich auch eine Entscheidung, nämlich die, dass wir nicht Stellung beziehen und uns nicht festlegen.

Suche die Entscheidung. Jeden Tag. Nimm die Herausforderung an und positioniere dich. Durch jede getroffene Wahl entwickelst du dich weiter und prägst deine Persönlichkeit. Du lernst und gewinnst neue Erfahrungen hinzu, wenn du dich festlegst, einen Entschluss fällst und mit den Konsequenzen richtig umgehst.

  • Wenn die Entscheidung zum gewünschten Resultat geführt hat, stärkt das dein Selbstwertgefühl und gibt dir Kraft bei neuen Situationen.
  • Auch wenn du nicht das erreicht hast oder nicht das eingetroffen ist, was du erwartet und erhofft hast, kannst du stolz darauf sein, diesen Weg versucht zu haben.
  • Durch die Bestätigung, dass sich die anfänglichen Befürchtungen sehr oft nicht bewahrheiten, gelangst du zu einer positiveren Grundhaltung.

Darum ist jede getroffene Entscheidung 1001-mal besser als zu zögern und einen Entschluss hinauszuschieben.
Ich wünsche dir Mut und eine klare Sicht, damit du möglichst oft genügend Alternativen finden und dich dann mit einem guten Gefühl entscheiden kannst.


Und so schließe ich mit meinem obligatorischen

Carpe diem.
Dein Tag. Dein Leben. Mach was draus!

Dein Michael

3 Kommentare
  • […] Eine schwere Wahl? Mit mehr Alternativen gegen die Angst vor Entscheidungen von Michael Zankl (1fachGEMACHT) […]

  • Martina Schwitt
    Jan 4,2017 at 8:45

    Lieber Michael

    ich habe 2016 ganz gravierende Entscheidungen getroffen und ich muss sagen, dass ich nur auf MICH gehört habe. Ich habe nicht über den worst case nachgedacht, nur ganz tief in mein Herz und meine Seele gehört. Wir wissen oft ganz genau was uns gut tut und was nicht. Wir haben nur verlernt auf UNS zu hören. Der Bauch registriert sehr schnell, ob sich etwas auch gut anfühlt. Daher denke ich, dass ein wenig mehr Bewusstsein und Selbstvertrauen auf die eigene Intuition oft schon helfen. Nur Vertrauen zu sich selbst muss man haben – dann ist es ganz leicht eine Entscheidung zu treffen.

    LG Martina

    • Jan 4,2017 at 9:02

      Danke dir, Martina!
      Ja, auf sich selbst hören. Das ist es auch, was ich meine, wenn ich von Bauchgefühl schreibe. Meine Punkte sollen Hilfestellungen sein, wenn ein Entschluss nicht so einfach gelingt – so auch das worst-case-Szenario. Wenn es wie bei dir mit dem Glauben an dich und mit dem Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten so gut läuft, fallen Entscheidungen leicht. Ich wünsche dir weiterhin viele gute und wegweisende Entscheidungen.
      LG Michael

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